The festival 48 Stunden Neukölln is happening this year under the slogan ‘S.O.S. – Art saves the world’. In response to this call, inevitably suggesting a state of emergency, the UP Gallery sets up an EMERGENCY WARD – ‘NOT-AUFNAHME’ open for the duration of the festival. Working with intercultural approach and based in Berlin Neukölln since 2014, the UP Gallery will turns its rooms into ’waiting and consulting rooms’ offering to festival participants and visitors ‚first aid’ with the artistic means.  Weiterlesen

BY AHMET ÖGÜT

The Silent University operates at the intersection between contemporary art and modern pedagogy in a space filled with misconceptions about culture and institutionalized art practices. Cultural institutions such as public and private museums, non-profit art institutions, and private art and cultural foundations employ models of education that are radically different in their methods and structures from educational models practiced by institutions with a focus purely on teaching. Specifically, traditional universities are characterized by centralized bureaucratic structures and an expanding administrative apparatus, leading to sprawling costs and the reproduction of class distinctions. At their core, culture and art practices are inherently disposed towards transient projects, while pedagogy on the contrary requires extended commitment. Weiterlesen

VON SARAH LÜDEMANN

Such is the anti-oedipal strategy: if man is connected to the machines of the universe, if he is in tune with his desires, if he is “anchored”, he ceases to worry about the fitness of things, about the behaviour of his fellow-men. (Miller, Sexus)

Seht, ich lehre euch den Übermenschen! Der Übermensch ist der Sinn der Erde. […] Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! (Nietzsche, Also sprach Zarathustra)

Our religious beliefs separate heaven and earth, this life and the afterlife, and our philosophical thinking cuts apart mind and matter, all of which forces a chasm between the visible and the invisible. How to bridge the chasm? What means are there for transporting the unseen into the seen? (The Soul’s Code, James Hillman)

+ + Ersinnen einer radikalen Evolution des Seins, die sich entfernt von Oberflächenstrukturen, Ablenkungsmanövern und dem perfiden Imperialismus der Ratio. Homo sapiens, sapiens beati spiritualis…

+ + Proklamation eines neuen Denkfeldes, das über das reine Denken hinausgeht, weil es mit der EMOTION beginnt, der REAKTION DES KÖRPERS, dem “Eindruck in den Körper (gedanklich ähnlich dem “Apparat” in Kafkas Strafkolonie, wenn auch auf keinste Weise so mörderisch bestrafend!).

Fuck me in Disneyland ist nicht nur der DJ Name des Berliner Künstlers Adrian Brun, sondern fasst auch wunderbar die Idiotie der westlichen Supernova – Plastik – Masquerade zusammen, die sich eben auf das Oberhalb der glitzernden Oberfläche beschränkt. Die momentane Pop-Kultur der Image-Kultivierung ist schlussendlich ohne Inhalt und unser Daseins-Zustand sprichwörtlich auf Mikroebene Plastik durchzogen. Ich bin nicht die einzige hungrige Seele, die sich nach Nahrhafterem sehnt, und so träume ich von einer radikalen Evolution des Seins, jenseits von destruktivem Glücks-Ersatz. Dabei ist die Evolution des Einzelnen immer auch die Evolution des Kollektivs und so muss bei sich selber der Anfang gemacht werden. Weiterlesen

VON FRIED ROSENSTOCK

…sehe ich mit Gesten verknüpft. Wenn man z.B. beim Klavierspielen die Unabhängigkeit der beiden Hände übt, muss eine Hand gegen die andere anspielen, gleichzeitig, was eine starke Konzentration erfordert. Ein Künstler, der laut denkt, wird nicht ständig mit den Fingern Anführungszeichen in die Luft schlagen, wenn etwas als metaphorisch oder ironisch hervorgehoben werden soll, eine “Untermalung”, die heute leider sehr verbreitet ist. Das meine ich ausdrücklich nicht, die Geste kann dem Gedanken – so wie die beiden unabhängig spielenden Klavierhände – sogar entgegenlaufen, ihn in Frage stellen. Ich könnte versuchen, mich an komplizierte kunsttheoretische Zusammenhänge zu erinnern und plötzlich mit der flachen Hand in eine Schüssel mit Wasser schlagen, die auf dem Tisch vergessen wurde…